Endodontie

In der Endodontie (Behandlung des Wurzelkanals) geht es um die Erhaltung von Zähnen, bei denen sich der Zahnnerv irreversibel entzündet hat und nicht mehr erhalten werden kann.

Weitere Behandlungen sind bestehende Wurzelkanalbehandlungen, die eine Entzündung an der Wurzelspitze aufweisen, zu revidieren.

Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist das infizierte oder auch abgestorbene Nervgewebe im Zahn zu entfernen und eine Reinfektion der gereinigten Wurzelkanäle zu verhindern.

Gelingt dies nicht, können von diesem infizierten oder abgestorbenen Zahnnerv Toxine (Methylmercaptane) und Bakterien ausgehen und in die Umgebung gelangen. Man spricht dann von einem Herdgeschehen bzw. Focus.

Diese Toxine, die beim Untergang von organischem Gewebe bei 37°C entstehen, können überall im Körper Regulationsstörungen oder gar chronische Entzündungen verursachen.

Deswegen ist es notwendig, damit eine Wurzelkanalbehandlung sowohl röntgenologisch wie symptomatisch unauffällig verläuft, möglichst viel abgestorbenes Nervengewebe, Bakterien herauszuholen und die Neubesiedlung mit Bakterien zu verhindern, ohne das in den Wurzelkanal immunsystemunterdrückende Medikamente (Immunsupressiva) eingebracht werden.

Wir führen die Wurzelkanalbehandlung folgendermaßen durch:

Nach dem eine ausreichend große Zugangspräparation zum Zahnnerv durchgeführt wurde, wird mit der Lupenbrille die Anzahl der Wurzelkanäle bestimmt.

Es erfolgt eine elektronische Längenbestimmung der Wurzelkanäle.

Danach wird der Zahn maschinell mit Drehmomentwinkelstücken, welches die Gefahr eines Instrumentenbruches minimiert, auf eine Größe aufbereitet, die eine Spülung der Wurzelkanäle bis zur Wurzelspitze ermöglicht. Nickel-Titan-Feilen sorgen dafür, dass auch Kanäle, die 90° gebogen sind, aufbereitet werden können. Mit Spezialspül-Lösungen werden die Wurzelkanäle von möglichst vielen Bakterien und organischen Geweberesten befreit.

Danach erfolgt eine thermoplastische Wurzelfüllung aus Kautschuk und gelöschtem Kalk bei 200°C, damit auch kleine Seitenkanäle abgefüllt werden können.

Um danach zu ermitteln, ob der Zahn nur noch sehr wenige oder gar keine Leichengifte (Toxine) und Entzündungseiweiße (inflammatorische Proteine abgibt, wird ein Abstrich aus der Zahnfleischtasche entnommen.

Über einen Topas-Test wird nun die momentane Belastung ermittelt. Die Stabilität des nahezu entzündungsfreien Zustandes kann mit jährlichen Röntgenkontrollen sowie Topas-Tests überprüft werden.

Ihre Zähne zu erhalten ist unser Ziel in der Endodontie.